DNA-Test für nachhaltig lebendige Orte
von CITIES FOR FUTURE
Was zeichnet einen nachhaltig lebendigen Ort aus?
Welche Faktoren bestimmen die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit?
Nachhaltig lebendige Orte sind kein Zufall, sondern das Ergebnis sorgfältiger Planung. CITIES FOR FUTURE hat einen umfangreichen DNA-Test entwickelt, der unterschiedlichste Parameter misst und berücksichtigt. Wir greifen hierbei zum Beispiel sowohl auf GIS-Daten als auch Statistiken, Messungen und Untersuchungen von vor Ort zurück. Visuell aufbereitet zeigt sich auf den ersten Blick, welche Aspekte für nachhaltig lebendige Orte bereits gut erfüllt sind und wo es noch Handlungsbedarf gibt.
Sicherheit
Sicherheit umfasst weit mehr als den Schutz vor Kriminalität. Eine gute Beleuchtung, geringe Lärm- und Schadstoffbelastungen, ein gepflegtes Umfeld sowie eine möglichst durchgängige Belebung des öffentlichen Raums tragen dazu bei, Vandalismus vorzubeugen und das Sicherheitsgefühl zu stärken. So entstehen Orte, an denen sich Menschen zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten gerne und sicher aufhalten.
Relevanz: Sicherheitsempfinden, körperliche Unversehrtheit
Kategorien:
• Umweltbelastungen (Lärm, Abgase, Hitze)
• Beleuchtung
• Kriminalität
• Vandalismus
• 24/7 Belebung
Einordnung: absolut und relativ
Nutzungen
Nutzungen bestimmen, wie lebendig und attraktiv ein Ort im Alltag ist. Ein vielfältiger Nutzungsmix aus Wohnen, Arbeiten, Nahversorgung, Gastronomie, Kultur und Freizeit, ergänzt durch inhabergeführte Geschäfte und touristische Angebote, schafft belebte öffentliche Räume und stärkt die Integration in das Stadtgefüge. Gleichzeitig trägt eine aktive Nutzung dazu bei, Leerstände zu vermeiden und die langfristige Attraktivität eines Ortes zu sichern.
Relevanz: Belebung, Wirtschaftskraft
Kategorien:
• Leerstand
• Integration ins Stadtgefüge
• Nutzungsmix vor Ort
• inhabergeführtes Gewerbe
• Nahversorgung
• Tourismus
Einordnung: absolut und relativ
Beteiligung
Beteiligung bringt lokales Wissen, unterschiedliche Perspektiven und praktische Erfahrungen in die Stadtentwicklung ein und schafft Lösungen, die Identifikation fördern und langfristig Akzeptanz finden. So entstehen Orte gemeinsam mit den Menschen, die sie täglich nutzen.
Relevanz: Identifikation, Akzeptanz, Konfliktlösung
Kategorien:
• Vereine, Verbände, Initiativen
• Beteiligungsmöglichkeiten für explizite Vorhaben
• Regionalausschüsse, Bezirksversammlungen
Einordnung: vorhanden und nicht vorhanden
Inklusion
Inklusion bedeutet, öffentliche Räume so zu gestalten, dass sie von allen Menschen gleichermaßen genutzt werden können – unabhängig von Alter, körperlichen Voraussetzungen oder kulturellem Hintergrund. Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene, ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen sollen sich gleichermaßen willkommen fühlen und am öffentlichen Leben teilhaben können. So entstehen Orte, die Vielfalt sichtbar machen, Begegnungen fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
Relevanz: Zielgruppen, Durchmischung, Resilienz, Konfliktpotenzial
Kategorien:
• Jugendliche
• Familien
• Kinder
• Erwachsene
• Ältere
• Menschen mit Beeinträchtigungen
• kulturelle Inklusion
Einordnung: absolut und relativ
Erreichbarkeit
Erreichbarkeit bedeutet, dass Menschen und Güter ihre Ziele sicher, komfortabel und effizient erreichen können. Eine funktionierende Logistik und ein gut vernetztes Mobilitätssystem aus Fuß- und Radverkehr, öffentlichem Nahverkehr, motorisiertem Individualverkehr, Sharing-Angeboten schafft Wahlfreiheit und verbessert die Erreichbarkeit für alle. Ein nachhaltiger Modal Split stärkt den Umweltverbund und schafft mehr Raum für sichere Wege, Begegnungen, Begrünung und eine hohe Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Relevanz: Wertschöpfung
Kategorien:
• zu Fuß
• Fahrrad
• ÖPNV
• MIV
• Sharing-Angebote
• Modal Split
• Logistik
Einordnung: absolut und relativ
Bausubstanz
Bausubstanz prägt das Erscheinungsbild, die Identität und die langfristige Attraktivität eines Ortes. Der Pflege- und technische Zustand von öffentlichen Räumen, Gebäuden sowie privaten Immobilien und Grundstücken beeinflusst maßgeblich die Aufenthaltsqualität und die Wahrnehmung einer Innenstadt oder eines Quartiers. Angemessene Mieten und eine nachhaltige Entwicklung des Gebäudebestands schaffen zudem die Grundlage für vielfältige Nutzungen und lebendige Orte.
Relevanz: Wertschöpfung
Kategorien:
• Pflegezustand
• Mieten
• technischer Zustand
Einordnung:
absolut und relativ
Natur
Natur trägt entscheidend zur Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit von Städten und Quartieren bei. Begrünte öffentliche Räume, Bäume, Wasserflächen und naturnahe Freiräume fördern die Biodiversität, verbessern das Mikroklima und schaffen attraktive Orte zum Aufenthalt und zur Erholung. Gleichzeitig stärken Maßnahmen wie das Schwammstadtprinzip sowie Begrünung und Verschattung die Resilienz gegenüber Hitze und Starkregen und machen Städte widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels.
Relevanz: körperliches Wohlbefinden, Aufenthaltsqualität
Kategorien:
• Wasserbezug
• Resilienz
• Biodiversität
• Begrünung
• Mikroklima
Einordnung: absolut und relativ
Der DNA-Test für nachhaltig lebendige Orte von CITIES FOR FUTURE kann unter anderem eingesetzt werden für folgende urbane Planungsbereiche:
Stadtentwicklung
Zur strategischen Analyse von Städten und Gemeinden sowie zur Priorisierung zukünftiger Entwicklungsmaßnahmen.
Stadtplanung
Als Grundlage für integrierte Planungsprozesse und die Entwicklung nachhaltiger und resilienter Stadträume.
Innenstadtentwicklung
Zur Bewertung der Attraktivität, Nutzungsvielfalt und Aufenthaltsqualität sowie zur Identifizierung von Entwicklungspotenzialen.
Quartiersentwicklung
Um die Qualitäten einzelner Stadtteile sichtbar zu machen und passgenaue Maßnahmen für ihre Weiterentwicklung abzuleiten.
Entwicklung von Superblocks und verkehrsberuhigten Quartieren
Zur Prüfung der Eignung sowie der Potenziale für die Umsetzbarkeit von Superblocks und verkehrsberuhigten Quartieren.
Mobilitäts- und Erreichbarkeitsanalysen
Zur Bewertung, wie gut die Orte des täglichen Lebens erreichbar sind und welche Mobilitätsangebote weiterentwickelt werden sollten.
Strukturierung von Beteiligungsprozessen und Beteiligungsstrukturen
Als objektive Grundlage für den Dialog mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft sowie zur Identifizierung von Potenzialen für eine stärkere Mitwirkung.
Unser DNA-Test ersetzt keine Fachplanung. Er ergänzt bestehende Analysen, verbindet unterschiedliche Perspektiven und verdichtet komplexe Informationen zu einer verständlichen Entscheidungsgrundlage.
Denn gute Stadtentwicklung beginnt dort, wo die richtigen Prioritäten erkannt werden.
Wissen Sie, wie lebendig Ihr Ort ist? Wenn Sie wissen möchten, welche DNA Ihr Ort besitzt und welche Potenziale darin stecken, freuen wir uns auf den Austausch mit Ihnen: